Fonds & Fakten

Dekapedia: Bonität

Eine Vertrauensfrage

Ob sich ein Investment in Staats- und Unternehmensanleihen lohnt, hängt nicht zuletzt von der Beurteilung der zukünftigen Kreditwürdigkeit des jeweiligen Emittenten ab.
Am Rentenmarkt ist Vertrauen messbar. Ein Anleger, der am 28. April 2010 eine portugiesische Staatsanleihe mit einer Laufzeit von zehn Jahren gekauft hat, erhält 5,1 Prozent Zinsen pro Jahr. Eine zehnjährige deutsche Staatsanleihe erbringt hingegen „nur“ 3 Prozent. Sind Portugal-Anleihen deshalb attraktiver? Nicht unbedingt, denn die 2,1 Prozentpunkte Differenz sind die Prämie, die der Käufer der portugiesischen Anleihe dafür verlangt, dass er ein höheres Rückzahlungsrisiko eingeht als der Käufer der Bundesanleihe. Portugal hat vergleichsweise hohe Staatsschulden, und den Investoren erscheint es nicht absolut sicher, dass sie ihr Kapital samt Zinsen am Ende der Laufzeit problemlos zurückerhalten werden. Zur Skepsis hat unter anderem beigetragen, dass die Ratingagentur Standard & Poor‘s tags zuvor, also am 27. April, die Bonitätsbewertung des Landes wegen seines hohen Haushaltsdefizits gesenkt hatte.
Das Wort „Bonität“ (lateinisch „bonitas“ = die Vortrefflichkeit) beschreibt die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens oder eines Staates und gilt als Maßstab für die Sicherheit einer Anleihe. „Kreditwürdigkeit“ lässt sich auch als „Glaubwürdigkeit“ beschreiben, denn das Wort „Kredit“ stammt vom lateinischen „credere“ (glauben) ab. Der Kreditgeber glaubt, dass der Kreditnehmer die Verbindlichkeiten zurückzahlen wird.

Die Note entscheidet

Gläubiger müssen ihre Kreditrisiken professionell einschätzen können. Deshalb wurden Verfahren entwickelt, die sich mit der Ermittlung und Einstufung von Bonitäten befassen. Wesentliche Kriterien sind dabei die wirtschaftlichen Verhältnisse des Kreditnehmers sowie seine Zuverlässigkeit. Ohne selbst Kreditgeber zu sein, ermitteln auch Ratingagenturen wie Fitch, Moody’s und Standard & Poor’s permanent Noten, in der Fachsprache Ratings genannt, für die individuelle Bonität von Unternehmen und Staaten. Das Ergebnis der Analysen ist eine abgestufte Bonität, die von „investmentwürdig“, über „spekulativ“ bis hin zu „zahlungsgefährdet“ reicht.
Der Einfluss der Ratingagenturen ist groß. Wenn sie zum Beispiel die Noten für die Kreditwürdigkeit einer Anleihe senken, kommt es typischerweise zu Kursverlusten. Um wieder Käufer für die Anleihe zu gewinnen, muss der Emittent fortan eine höhere Verzinsung zahlen. Umgekehrt gilt, dass eine Heraufstufung zu Kursgewinnen bei den bereits handelbaren Anleihen führen kann und zu niedrigeren Zinsen bei neu begebenen Papieren.

Die Grafik zeigt die aktuellen Renditen von Staatsanleihen mit unterschiedlichen Laufzeiten. Je niedriger die Bonität eines Schuldners ist, desto höhere Zinsen muss er Gläubigern bieten. Wenn Investoren eine Verschlechterung der Bonität erwarten, kann sich dies bereits auf die Zinshöhe auswirken. Darüber hinaus hat im Regelfall die Laufzeit der Anleihen Einfluss auf die Verzinsung.

Wenn der Markt schneller ist

Herab- sowie Heraufstufungen können sich auf die Kursentwicklung von Anleihen auswirken, oft antizipieren die Marktteilnehmer Rating-Veränderungen aber auch. Das heißt, die Kurse bewegen sich bereits vor der eigentlichen Maßnahme. Für die Anleger ist daher vor allem die Beurteilung der zukünftigen Kreditwürdigkeit wichtig. „Nur wenn sich die Bonität nicht verschlechtert, sollte eine Anlage in Betracht gezogen werden“, betont Volker Marnet-Islinger, Leiter Corporates bei der Deka Investment. Darüber zu urteilen ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, die am besten einem professionellen Fondsmanagement überlassen wird. „Unser Anspruch ist es, Herab- oder Heraufstufungen bereits im Vorfeld zu erkennen und in den Fonds entsprechend darauf zu reagieren“, erklärt Marnet-Islinger. Die Auszeichnung der Deka mit dem Morningstar Fund Award 2010 als „Beste große Gesellschaft für Anleihefonds“ zeigt, dass die Fondsmanager diesem Anspruch gerecht werden.
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Wünsche werden Realität

Hier ist alles echt

„Wünsche gesichert“ – so wirbt die Deka seit Mai für ihre Investmentfonds. Reale Geschichten zeigen: Deka Investmentfonds helfen Anlegern, sich ihre Wünsche mit der passenden Geldanlage zu erfüllen.
Das Ehepaar Durgeloh: zwei rüstige Rentner, bodenständig, sympathisch – und die Hauptpersonen in der Auftaktgeschichte der neuen Deka-Werbekampagne. Im Internet unter www.wuensche-gesichert.de und in anderen Medien erzählen sie davon, wie sie mit Deka Investmentfonds erfolgreich für ihr Eigenheim gespart haben. Die Geschichte kommt dabei bewusst zurückhaltend daher und erzählt ein authentisches Beispiel. Die Durgelohs sind echt und ihre Geschichte ist echt. Mehr braucht es auch gar nicht, um zu zeigen: Mit Fondssparen können Wünsche wahr werden. Doch in einem schwierigen Umfeld an den Kapitalmärkten sind viele Anleger immer noch skeptisch gegenüber Wertpapieranlagen. Deshalb gewinnen Fondssparpläne, bei denen kontinuierlich ein Kapitalstock aufgebaut wird und die Kursschwankungen geglättet werden, an Bedeutung. „Für uns lautet die Herausforderung nun, das verlorene Vertrauen zurückzugewinnen – das Vertrauen in Investmentfonds und damit in unsere Arbeit“, schildert Britta Belz, Leiterin Marketing bei der DekaBank, die Situation. Dabei helfen authentische Beispiele, die inspirieren und ermutigen. „Denn nichts ist überzeugender als tatsächliche Erfolgsgeschichten, mit denen sich die Anleger identifizieren können“, betont Belz. Die Hauptpersonen der neuen Kampagne sind Hildegard und Helmut Durgeloh. Sie lieferten überhaupt erst die Idee dazu.

Und das begann so

27 Jahre lang lebten die Durgelohs zur Miete, insgeheim aber hatten die lebensfrohen Rheinländer ihren Traum vom eigenen Haus nie aufgegeben. Im Laufe der Jahre hatten sie mit regelmäßigen Einzahlungen in einen Deka-FondsSparplan mehr als 40.000 Euro angespart. „Die ersten Anteile hatten damals 12,50 Mark gekostet, das weiß ich noch ganz genau. Als wir verkauften, standen sie dann bei etwas über 70 Euro“, erinnert sich Helmut Durgeloh. „Es war wichtig, dass wir kontinuierlich gespart haben. Auch wenn’s rauf und runter ging, wir haben einfach abgewartet“, ergänzt seine Frau. Von ihrem Sparkassenberater wussten sie, dass die Kurse an den Wertpapiermärkten vorübergehend schwanken können. Er hat sie aber auch ermutigt, sich davon nicht verrückt machen zu lassen, sondern immer langfristig zu denken. Als das Ehepaar das passende Häuschen gefunden hatte, war die Finanzierung kein Problem. „Wir haben ein wunderschönes Haus und fühlen uns wie im Paradies“, schwärmt der Senior. Glücklich und auch ein bisschen stolz schrieben die Durgelohs einen Brief an die Deka und erzählten, wie ihnen der Fondssparplan dabei geholfen hatte, den lang gehegten Traum zu erfüllen. „Und mit dieser Erfolgsgeschichte war dann die Idee für unsere neue Werbekampagne geboren“, erzählt Britta Belz.

Zeit für die Familie

Es muss aber nicht immer der eine große Wunsch sein. Gabriele Humbert aus Magdeburg erfüllt sich ihren Lebenstraum immer wieder. Und der lautet: Zeit mit der Familie verbringen. „Urlaub war für uns immer wichtig“, betont die alleinerziehende Mutter. „Ich habe stets für den Urlaub gespart, am Monatsende habe ich den Rest meines Gehalts zur Seite gelegt.“ Auf den Tipp ihrer Sparkassenberaterin hin begann die Magdeburgerin vor einigen Jahren mit dem Fondssparen. Dabei waren zwei Faktoren entscheidend: Sicher und jederzeit verfügbar sollte das Vermögen sein. Ihre Beraterin empfahl ihr, nicht alles auf eine Karte zu setzen, sondern den monatlichen Sparbetrag von 150 Euro auf drei verschiedene Fonds zu verteilen. Im vergangenen Jahr war dann die Urlaubskasse gut gefüllt. Gabriele Humbert erinnert sich an die überraschten Gesichter: „Ich habe einfach Geld aus dem Fonds genommen, den Familienrat einberufen und gesagt: Kinder, wir fliegen nach Rom. Da brach aber Jubel aus!“ Dieser Urlaub lag ihr besonders am Herzen, da die Sprösslinge nun erwachsen sind und schon bald eigene Wege gehen. Vielleicht ergibt sich aber die Gelegenheit zu einer Wiederholung – denn inzwischen sparen alle vier Kinder auch mit Deka Investmentfonds.

Sehen und verstehen

Diese und weitere Kundengeschichten sind unter www.wuensche-gesichert.de zu sehen. In kurzen Videoclips werden dort außerdem Fachbegriffe der Fondsanlage für jedermann verständlich erklärt. Hier erfahren Anleger zum Beispiel, was ein Dachfonds mit einer Fußballmannschaft und der Zinseszinseffekt mit Hühnern zu tun hat. Wer sich ebenfalls mit Deka Investmentfonds Wünsche erfüllen möchte, macht den ersten Schritt am besten im Gespräch mit der Beraterin oder dem Berater der Sparkasse.
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Trendfolge

Die Rechenkünstler

Mit Hilfe von mathematischen Modellen und Formeln sind die Trendfolge-Spezialisten der Deka Investment gewinnbringenden Aufwärtsbewegungen an den Aktien- und Rentenmärkten auf der Spur.

Deka-Fondsmanager Thorsten Rühl kennt die Formeln für den Erfolg, etwa die abge-bildete Black-Litterman-Formel:„Mit unseren Modellen prognostizieren wir Renditen für Aktien- und Rentenmärkte. Die Prognosen verfeinern wir mit der Black-Litterman-Formel. Außer uns wenden dieses Konzept nur wenige Investoren konsequent an.“

„Wer sich auf Schatzsuche begibt, sollte nicht dort tauchen, wo bereits der Staub aufgewirbelt ist oder die Flossen aus dem Wasser ragen. Er sollte suchen, wo keiner sonst ist“, sagt Thorsten Rühl von der Deka Investment. Wenn sich Rühl mit seinen Kollegen der Abteilung „Asset Allocation/Wertsicherung“ auf Schatzsuche begibt, geht es alles andere als abenteuerlich zu. Die Investmentexperten machen nicht Jagd auf Gold oder verschollene Kunstwerke, sie suchen ein anderes kostbares Gut: Trends an den Aktien- und Rentenmärkten. Ihre Suchausrüstung besteht aus mathematischen Modellen und Formeln, die sie auf ihre ganz eigene Art zu nutzen wissen. „Die Kunst der Trendfolge besteht darin, in Echtzeit zu entscheiden: Ja, wir sind auf eine tragfähige Aufwärtsbewegung gestoßen“, so Rühl.
So ein Trend ist ein wahrer Schatz: Wer in guten Zeiten in den Märkten investiert ist, in schlechten Zeiten jedoch Abstand wahrt, erzielt natürlich eine ausgezeichnete Wertentwicklung. Der Mischfonds Deka-Euroland Balance ist dafür der beste Beweis: Seit seinem Start im Jahr 2003 glänzt er nicht nur mit attraktiven Renditen, er hat außerdem kein einziges Jahr im Minus abgeschlossen. fondsmagazin hat sich die Rechenkünste, die für diese Erfolgsbilanz verantwortlich sind, genauer angesehen.

Einer wie keiner

Die Deka zählt zu den führenden Anbietern von quantitativen Fonds: Sie verfügt über 15 Jahre Erfahrung in diesem Bereich und verwaltet 35 Milliarden Euro in entsprechenden Produkten. Quantitativ heißt, dass Zahlen die Hauptrolle bei sämtlichen Anlageentscheidungen spielen. Die Deka-Experten suchen in Datenbanken nach Mustern und Zusammenhängen an den Kapitalmärkten, um die Marktentwicklung zu prognostizieren. Permanentes Research und die Entwicklung neuer technischer Modelle liegen in der Hand eines eingespielten Teams, das mehr als 250 Investmentfonds steuert. Für die Asset Allocation und Wertsicherungsstrategien, ein Teilsegment des quantitativen Managements, trägt Thorsten Rühl die Verantwortung.

Deka-Euroland Balance zählt mit seinem über 500 Millionen Euro schweren Portfolio zu den gefragtesten Trendfolgefonds. Der Grund: Viele Investmentprofis versuchen sich an der Trendfolge, wenige sind dabei so erfolgreich wie Rühls achtköpfige Mannschaft. Mit schöner Regelmäßigkeit wird Deka-Euroland Balance für seine Ergebnisse mit Preisen gewürdigt. Jüngst erhielt er die Auszeichnung als bester konservativer Euroland-Mischfonds über drei und fünf Jahre von den Fondsanalysten der Ratingagentur Lipper. Bei den „Euro Fund Awards 2010“ wurde Deka-Euroland Balance als bester Mischfonds, der überwiegend in Anleihen investiert, über ein, drei und fünf Jahre prämiert.
Da erstaunt es zunächst, dass der erfolgreiche Fondsmanager Rühl vor etwas mehr als zehn Jahren noch an einer elektronischen Nase für den Airbus A380 tüftelte, die Schwelbrände im Riesenflieger aufspüren sollte. Als der promovierte Physiker nach seinem Wechsel zur Deka im Jahr 2001 an einem Trendfolgekonzept feilte, war er also vergleichsweise frisch in der Finanzbranche. Seiner Meinung nach ein Vorteil: „Wir verfolgen unkonventionelle Lösungsansätze und greifen auch auf Erklärungs­modelle aus der Physik oder der Meteorologie zurück. Wer sein ganzes Berufsleben in der Finanzbranche verbracht hat, kommt wahrscheinlich überhaupt nicht auf solche Ideen.“ Unkonventionelle Ideen mit Substanz – darauf legt der Fondsmanager großen Wert. „Mit Mathematik allein kommt man nicht weit“, betont Rühl. „Die Grundannahmen hinter unserer Arbeit müssen auch ökonomisch einen Sinn ergeben, wir nutzen also auch unseren volks- und betriebswirtschaftlichen Sachverstand.“

Markus Spory kommentiert den Fundamentalsatz aktiven Fondsmanagements: „Er enthält wesentliche Determinanten für den Erfolg eines Investmentsystems: Wie oft Entscheidungen getroffen werden und wie häufig sie richtig liegen. Treffe ich selten Entscheidungen, brauche ich eine hohe Trefferquote.“

Das beginnt bereits bei der Frage, warum ein Fonds einem positiven Trend überhaupt kompromisslos folgen sollte. Zunächst darum, weil Kursaufschwünge oft Vorläufer eines sich verbessernden wirtschaftlichen Umfelds sind. „Steigen die Kurse dann eine Weile, setzt dies professionelle Marktteilnehmer unter Druck, die noch nicht investiert sind“, erläutert Teammitglied Markus Spory: „Sollten sie eine Chance verpassen, müssten sie dies vor ihren Vorgesetzten rechtfertigen. Also investieren sie ebenfalls.“ Weitere Investoren schließen sich an, der Trend läuft, und läuft und der Trendfolger bleibt ihm auf der Spur – egal wie weit es geht. So war Deka-Euroland Balance in der zweiten Jahreshälfte 2008 nahezu vollständig in lang laufenden Euro-Staatsanleihen investiert, obwohl das Kursniveau am Rentenmarkt vergleichsweise hoch war. Aber die Notierungen legten weiter zu und der Fonds profitierte davon. Und 2009 behielt das Fondsmanagement über weite Strecken die maximale Aktienquote von 25 Prozent bei, während der Chor der Mahner vor einer Überhitzung der Börsen immer lauter wurde. Auch dieses Engagement rentierte sich. „Es ist gerade eine Stärke unseres Ansatzes, dass er Emotionen aus dem Spiel lässt und auch große Marktbewegungen ausreizt“, betont Spory. So sieht der Erfolgsfall aus. Zunächst aber muss eine wichtige Entscheidung getroffen werden: Hat man es mit einem echten Trend oder einer kurzfristigen Marktbewegung zu tun?

Gábor Ország über die Portfolio-Nutzen-Funktion: „Dies ist eine essenzielle Formel. Mit ihrer Hilfe können wir Portfolios mit optimalem Chance-/Risiko-Verhältnis konstruieren.“

Das rechte Maß

Das Problem: Wird zu kurz gemessen, erweist sich der vermeintliche Trend womöglich als Strohfeuer. Wenn etwa bald nach dem Einstieg die Notierungen drehen und das Investment zum Minusgeschäft wird. Wer dagegen zu lange misst und die Kaufentscheidung hinauszögert, verpasst zu viel Performance. Deka-Trendfolgefachmann Gábor Ország erläutert: „Die Aktien- und Rentenkurse bewegen sich ständig auf- und abwärts. Wir haben einen sogenannten Qualitätsprüfer entwickelt, der analysiert, wie dynamisch die Notierungen unter dem Strich tatsächlich in die eine oder andere Richtung tendieren.“
Außerdem gewichten die Experten der Deka bei der Analyse die aktuelle Marktentwicklung stärker, die länger zurückliegende schwächer. So kann ein hinreichend langer Zeitraum berücksichtigt werden, ohne dass viel Tempo verloren geht. „Wir haben einen gut funktionierenden Kompromiss aus Schnelligkeit und Genauigkeit gefunden“, so Ország. Dank dieser Methodik kommen die Trendfolgeprodukte der Deka selbst mit Seitwärtsmärkten zurecht, dem Feind jedes Investors, der auf eindeutige Richtungen setzt. „Wo sich valide kein Trend feststellen lässt, sollte man tunlichst keinen hineininterpretieren“, sagt Deka-Analyst Thomas Gwinner. Wer jede Schwankung gleich als Trendumkehr versteht und mit Kauf- oder Verkaufsentscheidungen reagiert, wird am Ende vor allem unnötige Kosten und eine verhagelte Performance produzieren.

Thomas Gwinner erklärt, warum auch Währungen eine Rolle bei der Positionierung eines Fonds spielen: „In internationalen Portfolios stellen Währungsschwankungen ein Risiko dar. Mit Hilfe dieser Formel können wir ermitteln, welchen Anteil Fremdwährungen es gegen Kursschwankungen abzusichern lohnt.“

Bei aller Akribie liegt es in der Natur der Sache, dass es zu Fehleinschätzungen kommen kann – und damit zu einer weiteren Herausforderung: Melden die Signale beispielsweise „steigende Aktienmärkte“ und ein Trendfolgefonds würde dann sofort auf „maximale Aktienquote“ eingestellt, wäre der Schaden im Falle eines Fehlsignals hoch. „Was sich der Kunde doch eigentlich wünscht, ist ein Fonds, der sich in einen aufbauenden Trend schrittweise hineinbewegt, um vom Kursanstieg zu profitieren“, erklärt Thorsten Rühl. „Wenn es in die andere Richtung geht, soll sich der Fonds aber wieder zügig aus der Übergewichtung verabschieden.“ Genauso funktioniert Deka-Euroland Balance, das Modell dahinter setzt nie alles auf eine Karte.

Keine Frage, dieses Trendfolgekonzept ist wohldurchdacht. Und so forschen Rühl und seine Kollegen für neue Produkte zwar ständig an innovativen Prognoseverfahren, an Wertsicherungskonzepten oder an Verbesserungen beim Risikomanagement – doch Deka-Euroland Balance lassen sie unangetastet. Die Trendfolgestrategie hin­ter dem Fonds arbeitet seit ihrer Entstehung vor etwa zehn Jahren praktisch ohne Veränderung. Rühl: „Das System hat sich in unterschiedlichsten Marktphasen als so robust erwiesen, dass wir zum Beispiel von der Ratingagentur Morningstar schon seit geraumer Zeit mit der Höchstwertung fünf Sterne eingestuft werden. Daran wollen wir nichts ändern.“
Eine Ergänzung gab es im Herbst 2008: Für chancenorientierte Anleger wurde Deka-Euroland Balance Dynamisch aufgelegt. Er orientiert sich am gleichen Trendfolgekonzept, kann aber bis zu 100 Prozent in Aktien investieren. Aktuell hat der Fonds auf die gestiegenen Unsicherheiten an den Märkten reagiert und die Aktienquote Ende April zunächst auf rund 55 Prozent zurückgefahren.
Fondsauswahl

Deka-Euroland Balance

Der Mischfonds investiert in Aktien sowie Renten- und Geldmarktpapiere aus Euroland. Ein mathematisches Trendfolgemodell ermittelt die optimalen Investitionsquoten
für die Anlageklassen. Der Aktienanteil wird auf 25 Prozent begrenzt.
Konditionen: Anteilklasse CF (ISIN DE0005896872): Ausgabeaufschlag 3,0%, Verwaltungsvergütung 0,85 % p. a., Gesamtkostenquote (TER) 0,94 %;
Anteilklasse TF (ISIN DE000DK1CHH6): kein Ausgabeaufschlag, Verwaltungsvergütung
(einschließlich Vertriebsprovision) 1,2 % p. a., Gesamtkostenquote (TER) 1,42 %

Deka-Euroland Balance Dynamisch

Der Fonds nutzt dasselbe mathematische Trendfolgemodell wie Deka-Euroland Balance, die Aktienquote kann jedoch bis zu 100 Prozent betragen.
Konditionen: Anteilklasse CF (ISIN DE000DK1A4R2): Ausgabeaufschlag 3,75 %, Verwaltungsvergütung 1,0 % p. a., Gesamtkostenquote (TER) 1,38 %;
Anteilklasse TF (ISIN DE000DK1CHJ2): kein Ausgabeaufschlag, Verwaltungsvergütung
(einschließlich Vertriebsprovision) 1,4 % p. a., Gesamtkostenquote (TER) 1,7 %
Mehr Informationen unter www.deka.de