Architektur
Internationaler Hochhaus Preis
Gemeinsam: Stadt Frankfurt, DekaBank und Deutsches Architekturmuseum
Der Internationale Hochhaus Preis (IHP) wird seit 2004 alle zwei Jahre von der Stadt Frankfurt am Main ausgelobt. Initiiert, kuratiert und organisiert wird er in partnerschaftlicher Kooperation vom Deutschen Architekturmuseum (DAM) und der DekaBank, die den IHP finanziert. Vergeben wird der IHP für ein Bauwerk, das sich durch besondere Ästhetik, zukunftsweisende Gestaltung, städtebauliche Einbindung sowie innovative Technik, Wirtschaftlichkeit und besonders auch durch Nachhaltigkeit auszeichnet. Über die Vergabe entscheidet eine internationale Expertenjury. Der Preis geht an den Architekten und Bauherrn gemeinsam. Sie werden ausgezeichnet mit einer Statuette des renommierten Künstlers Thomas Demand und einem Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro, das für einen guten Zweck gespendet wird. Die nächste Preisverleihung findet im November 2012 in der Paulskirche statt.
Der Internationale Hochhauspreis 2010:
Die fünf nominierten Gebäude für das weltweit beste Hochhaus waren:
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Aqua Tower, Chicago, von Studio Gang Architects (Bauherr: Magellan Development Group),
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Burj Khalifa, Dubai, von SOM Skidmore, Owings & Merrill (Bauherr: EMAAR Porperties),
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Mode Gakuen Cocoon Tower, Tokio, von Tange Associates (Bauherr: Mode Gakuen),
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The Met, Bangkok, von WOHA Architects/Assoziierte Architekten: Tandem Architects (Bauherr: Pebble Bay),
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Shanghai World Financial Center, Shanghai, von Kohn Pedersen Fox Associates (Bauherr: Mori Building Company).
Der IHP wurde am 5. November 2010 im Rahmen eines Festaktes in der Frankfurter Paulskirche verliehen und ging nach Singapur an das Architektur- und Design-Büro WOHA. The Met überzeugte die Jury aufgrund der technischen Innovation und der gesteigerten Lebensqualität im Wohnhochhaus.
Lesen Sie hierzu auch die Presse-Information.
Ausführliche Informationen zu den Finalisten 2010 können Sie hier herunterladen.
Die Preisträger 2004 – 2008
2008 ging Norman Foster mit dem Hearst Tower in New York als Sieger hervor; als Bauherr fungierte die Hearst Corporation. Von insgesamt 26 nominierten Bauprojekten aus 11 Ländern wählte die internationale Jury aus Architekten, Ingenieuren, Immobilienspezialisten und Architekturkritikern fünf Finalisten aus. Sie konkurrierten um die Auszeichnung, die in einem festlichen Rahmen in der Paulskirche verliehen wurde. Des Weiteren fand im Deutschen Architekturmuseum eine Ausstellung mit den Entwürfen der Finalisten statt.
2006 erhielt Jean Nouvel, inzwischen auch Pritzker-Preisträger, die Auszeichnung für sein 142 Meter hohes Gebäude „Torre Agbar“ in Barcelona; als Bauherr wurde Layetana Developments geehrt.
2004 ging der erste IHP an das Architekturbüro Kohn Pedersen Fox Associates und ING Vastgoed für „De Hoftoren“, den Sitz des niederländischen Ministeriums für Bildung, Kultur und Wissenschaft in Den Haag.
"Breathing Highrises" in der DekaBank
Die Deka HighRise Lectures sind unsere Begleitreihe zum IHP. In regelmäßigen Abständen laden wir zu öffentlichen Vorträgen ins Trianon, unsere Frankfurter Konzernzentrale, ein. Renommierte Referenten diskutieren hier zentrale Fragen und Tendenzen in der Architektur, insbesondere im Hochhausbau.
Im Rahmen der diesjährigen Deka HighRise Lectures am 30.11.2011 präsentierten die Gewinner des Internationalen Hochhaus Preises 2010, Wong Mun Summ und Richard Hassel (WOHA), ihre beeindruckenden aktuellen Projekte, Ideen und Visionen.
Das Architektenduo ist Vorreiter für einen völlig neuartigen Aspekt des Hochhausbaus: WOHA transportieren die offene Baustruktur von traditionellen tropischen Wohnhäusern in die vertikale Architektur zeitgenössischer Wolkenkratzer. Das Konzept der jungen Architekten setzt auf natürliche Belüftung statt Klimaanlagen – die Häuser „atmen“ regelrecht und die Bewohner fühlen sich mit der Natur verbunden. "Stellen Sie sich vor, Sie schwimmen in 200 Meter Höhe im eigenen Swimmingpool oder schauen in dieser Höhe auf Baumkronen – dann sind Sie in The Met", fasste ZDF-Moderator Dr. Wolfgang Herles seine eigene Erfahrung im Preisträgerobjekt zusammen.
Für die Hochhausstadt Frankfurt liefert die offene Bauweise durchaus Denkanstöße was Nutzflächen und Bepflanzung angeht, so das Credo der anschließenden Podiumsdiskussion. "Da wo Dynamik ist, wachsen Ideen", sagte Peter Cachola Schmal, Direktor des Deutschen Architekturmuseums DAM, zur Situation in Asien. Der Anteil an "Green Buildings" ist weltweit noch gering, doch die Nachfrage nach zertifizierten Immobilien steige, so Wolfgang G. Behrendt, Geschäftsführer der Deka Immobilien GmbH, die schon 2008 eine nachhaltige Investmentstrategie eingeführt hat. Ziel ist, dass bis Ende 2015 rund 40 Prozent des Immobilienvermögens in den Fondsportfolios auf zertifizierte Gebäude entfallen.



