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Presse-Informationen

Franz S. Waas: „Verbund ist gelebtes Vertrauen“
Sparkassen gut für Herausforderungen aufgestellt

„Eine Vielzahl regulatorischer Anforderungen, eine sinkende Nachfrage nach Kapitalmarktprodukten und ein schwieriges Zinsumfeld – die Sparkassen stehen in den kommenden Monaten vor schweren Herausforderungen“, so Franz S. Waas, Vorstandsvorsitzender der DekaBank, auf der Handelsblatt-Tagung „Zukunftsstrategien für Sparkassen und Landesbanken“ in Berlin.
 
Die Auswirkungen der Finanzkrise würden sich auch im Geschäft der Sparkassen bemerkbar machen. Einerseits nehme die Nachfrage nach Kapitalmarktprodukten ab, während aufwändigere Regelungen des Verbraucherschutzes besonders bei kleineren Instituten die Frage nach der Wirtschaftlichkeit von Beratung aufwerfen. Andererseits schränkten die zunehmenden Anforderungen an Eigenkapital und Liquiditätsausstattung die strategische Handlungsfähigkeit der Kreditinstitute ein. Zukünftige Erträge kämen so von zwei Seiten unter Druck, ein Szenario, welches durch das anhaltende Niedrigzinsumfeld noch verschärft werde.
 
Waas sieht die Sparkassen-Finanzgruppe für diese Herausforderungen jedoch sehr gut aufgestellt. Sie sei gestärkt aus der Finanzkrise hervorgegangen, weil sie für eine Finanzbranche stehe, die Mehrwert schaffe und von den Menschen akzeptiert werde. Das wichtigste Kapital bleibe jedoch das Vertrauen der Verbundpartner untereinander. Denn dieses habe maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Zusammenarbeit der Unternehmen im Verbund in den vergangenen Jahren trotz der Krise intensiviert habe.
 
„Die gewachsenen Anforderungen an die DekaBank durch ihre Verbundpartner haben dazu geführt, dass wir uns vom klassischen Fondsanbieter zu einem Anbieter umfassender, auch kapitalmarktbasierter Fondslösungen entwickelt haben, der die Sparkassen heute auch bei der Beratung ihrer institutionellen Kunden und bei ihrer Eigenanlage unterstützt“, betont Waas und unterstreicht: „Verbund ist gelebtes Vertrauen.“ Der reine Produktverkauf sei abgelöst worden durch einen lösungsorientierten Verbundgedanken. Dieser ermögliche es, auf die geänderten Bedürfnisse privater und institutioneller Kunden zu reagieren.
 
Für Waas kommt es nun vor allem darauf an, den Wettbewerbsvorteil der Kundennähe zu erhalten. Dabei sei es zukünftig wichtig, aus den Filialen heraus dorthin zu gehen, wo vor allem jüngere Kunden heute schon seien. Diese Zielgruppe setze weniger auf den persönlichen Kontakt zum Berater, sondern hinterlasse vielmehr in Internetforen und sozialen Netzwerken Indikationen über ihre Wünsche. Dieses Wissen gelte es zu heben und in neue Angebote umzusetzen.
 
Für Waas ist klar: „Unsere Kunden haben uns in der Krise vertraut, sie erwarten selbstverständlich, dass wir auch für zukünftige Probleme eine Lösung finden. Wir werden dieses Vertrauen erhalten, wenn wir in der Lage sind, Probleme zu antizipieren und Antworten zu geben. Wenn uns das gelingt, bin ich für die Zukunft des Verbundes sehr optimistisch.“
 
Die Rede von Franz S. Waas finden Sie hier zum Download.
 

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