Neues aus den Projekten
In den letzten Monaten sind in mehreren ÖPP-Projekten, bei denen DKC die Kommunen in den europaweiten Ausschreibungen begleitet und die Projektsteuerung übernommen hat, wichtige Meilensteine erreicht worden:
Alternative Finanzierungsformen für PPP-Projekte: Forfaitierung mit Einredeverzicht
Mit dem im Februar fertig gestellten Arbeitspapier "Alternative Finanzierungsformen für PPP-Projekte: Forfaitierung mit Einredeverzicht" stellt der DSGV den Sparkassen ein praxis-orientiertes Werkzeug zur Verfügung, mit dem die strategischen Überlegungen für ein Engagement bei PPP-Finanzierungen ebenso unterstützt werden, wie die konkrete Bearbeitung von PPP-Finanzierungen im Rahmen einer "Forfaitierung mit Einredeverzicht".
Das Arbeitspapier wurde unter der Federführung des DSGV von der DKC Deka Kommunal Consult GmbH in Zusammenarbeit mit PPP-erfahrenen Sparkassen entwickelt. Ziel des Arbeitspapiers ist es, die Beteiligung von Sparkassen an der Finanzierung von PPP-Projekten auf Firmenkundenseite durch praktische Informationen und Checklisten zu fördern und so den Anteil der Finanzierungen der S-Finanzgruppe in diesem Beschaffungssegment zu steigern.
Nach verschiedenen Grundlagenarbeiten des DSGV zum Thema PPP für Kommunen und Sparkassen im Kommunalkundengeschäft (z.B. "PPP-Handbuch", "Leitfaden Projektmanagement" etc.) wendet sich dieses Arbeitspapier unmittelbar an Sparkassen, die einen Firmenkunden in einem PPP-Projekt begleiten und sich als Finanzierer beteiligen wollen.
Das Arbeitspapier versteht sich als praktische Anwendungshilfe. Dies wird erreicht durch eine chronologisch dem typischen Projektverlauf folgende Dokumentation der wesentlichen, aus Sicht eines Finanzierers zu durchlaufenden Schritte und eine ergänzende, umfassende Sammlung an Best-Practise-Beispieldokumenten sowie ergänzender Checklisten.
Hilfestellungen zur Einordnung dieser Finanzierungsform in die Geschäftsstrategie einer Sparkasse runden das Arbeitspapier ab.
Das Arbeitspapier ist ab sofort im Umsetzungsbaukasten des DSGV verfügbar (Zugangsdaten erforderlich).
Modellvorhaben „Stadt- und Strukturentwicklungsfonds" in Rheinland-Pfalz erfolgreich abgeschlossen
In den zurückliegenden zwei Jahren begleitete die DKC Deka Kommunal Consult die Entwicklungsagentur des Landes Rheinland-Pfalz e. V. sowie das Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur bei der Umsetzung des Vorhabens „Stadt- und Strukturentwicklungsfonds Rheinland-Pfalz“. Dabei handelt es sich um eines von bundesweit fünf Modellvorhaben im ExWoSt-Forschungsfeld „Stadtentwicklungsfonds in Deutschland“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (ExWoSt = Experimenteller Wohnungs- und Städtebau).
Für Rheinland-Pfalz sollte ein modellhafter Stadtentwicklungsfonds mit dem Ziel konzipiert und erprobt werden, die bestehenden zuschussbasierten Instrumente der Städtebauförderung zukünftig um innovative Finanzierungslösungen ergänzen zu können. Veranlasst durch die zunehmend begrenzten Mittel aus der Städtebauförderung von Bund und Ländern sind die Einsatzmöglichkeiten sogenannter revolvierender Fondsförderinstrumente, bei denen Mittel zur Mehrfachverwendung aus einem Projekt zurückfließen, zu prüfen.
Die Ergebnisse des erfolgreich abgeschlossenen Modellvorhabens wurden nun von der Entwicklungsagentur in der Broschüre „Stadtentwicklungsfonds in Deutschland - Rahmenbedingungen und aktuelle Ansätze in den Bundesländern“ dokumentiert. Eine Kurzbeschreibung findet sich auf ihrer Internetseite, dort ist der Bericht auch abrufbar.
DKC-Projekt mit "Innovationspreis PPP 2011" ausgezeichnet

- Innovationspreis PPP
Foto: Copyright by Klaus Dombrowsky
Das von der DKC begleitete ÖPP-Projekt „Schloss Sonnenstein“ wurde im Mai 2011 vom Bundesverband PPP mit dem „Innovationspreis PPP 2011“ in der Kategorie „Verwaltung Bau“ ausgezeichnet. Schirmherr der Preisverleihung ist der Staatsekretär im Bundesministerium der Finanzen, Werner Gatzer.
Mit dem Innovationspreis werden in jedem Jahr besonders herausragende Projekte ausgezeichnet. In diesem Jahr hatten insgesamt 20 Bewerber ihre Unterlagen eingereicht, eine sehr starke Konkurrenz im Vergleich zu den Vorjahren. Das Projekt „Schloss Sonnenstein“ konnte sich in vielerlei Hinsicht gegen die Konkurrenz durchsetzen. Bundesweit beispielgebend ist es unter anderem aufgrund der Einbeziehung von Fördermitteln in die komplexe Finanzierungsaufgabe und die Berücksichtigung hoher denkmalpflegerischer Auflagen.
Die DKC war maßgeblich an der Initiierung, Vorbereitung und Strukturierung des ÖPP-Projektes beteiligt. Sie hat den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge als öffentlichen Auftraggeber seit der ersten Standortanalyse für das Landratsamt begleitet. Die Berater waren während der ÖPP-Ausschreibung für die Verfahrensstrukturierung, die Prozesssteuerung und die wirtschaftliche Beratung vor Ort verantwortlich. Entscheidende Impulse haben vor allem in der Startphase die Ostsächsische Sparkasse Dresden und der Ostdeutsche Sparkassenverband gesetzt, der das Vorhaben zu einem Pilotprojekt für den Verband ausgewählt hat.
